AKTUELLES

Nieder mit der islamischen Republik

Vortrag von Mina Ahadi

Nider mit der islamischen Republik

Donnerstag, 25. Januar 2018
18:00 – 20:00 Uhr
Universität Trier, Raum B14

In dem Vortrag erzählt Mina Ahadi von vergangenen und gegenwärtigen Protesten gegen das islamistische Mullah-Regime.

Ahadi, geboren 1956 in Abhar (Iran), studierte Medizin an der Universität Tabriz und war aktiv in der linken Opposition gegen den Schah. Als die Revolution im Iran scheiterte, Islamisten die Macht ergriffen und Khomeini den Kopftuchzwang anordnete, organisierte sie Protestaktionen und Demonstrationen. Als regimekritische politische Aktivistin durfte sie nicht mehr weiter studieren und arbeitete in einer Fabrik. Ende 1980 durchsuchte die Geheimpolizei ihre Wohnung, während sie auf der Arbeit war. Dabei wurden ihr damaliger Mann sowie fünf Gäste festgenommen und kurz darauf hingerichtet. Mina Ahadi entkam.

Wegen ihrer politischen Aktivitäten steckbrieflich gesucht und später auch in Abwesenheit zum Tode verurteilt, lebte Mina Ahadi zunächst acht Monate im Untergrund (mitten in Teheran). 1981 flüchtete sie nach Iranisch-Kurdistan. Nach zehn Jahren Kampf in Kurdistan flüchtete sie 1990 nach Wien. Seit 1996 lebt Mina Ahadi in Köln und ist heute Vorsitzende des „Zentralrats der Ex-Muslime“ (ZdE).

Bitte sagen Sie es weiter!

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Redebeitrag von Shamla aus Afghanistan

Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November), war Mina Ahadi Gast bei der Veranstaltung „Break the chain, stop the pain / Aufstehen gegen Gewalt an Frauen! Macht mit!“ in Essen.
Shamla, eine junge Afghanin hat da eine Rede gehalten, die wir hier auf Deutsch und Persisch veröffentlichen.

Liebe Frauen,
wir Frauen aus Afghanistan und Iran werden oft in rückständigen Familien geboren. Sogar unsere gut ausgebildeten Familien sind konservativ und traditionell. Für unsere Leute ist das Bild von einer guten Frau oder einem guten Mädchen, wenn sie immer „Ja“ sagt. „Ja, okay, das mache ich gerne.“ Weil wir Frauen uns gut und brav zeigen möchten, akzeptieren wir logische und unlogische Traditionen, rationale und unrationale Wünsche, ohne einmal an uns und unsere Würde zu denken. Wir sind niemals glücklich in unseren Leben, weil wir nach den Wünschen von Anderen leben. Schon bevor wir sterben, sind wir tot. Für einen guten Ruf in unserer Gesellschaft geben wir unsere Träume auf. Wir entwickeln keine Kapazitäten. Wir denken, wir sind noch weniger wert als die Hälfte eines Mannes. Wir kennen niemals unsere innerliche Anmut und von Kindheit an werden wir vorbereitet, ein Opfer der patriarchalische Gesellschaft zu sein.

weiterlesen

Zehn Jahre Zentralrat der Ex-Muslime – „Wir sind islamkritisch“

Wer als Moslem geboren wird, bleibt nach islamischen Verständnis sein Leben lang seiner Religion treu. Die gebürtige Iranerin Mina Ahadi sieht das anders.
Sie gründete vor zehn Jahren den Zentralrat der Ex-Muslime in Deutschland. Ihre Organisation sei aber nicht islamfeindlich, sagte sie im Dlf.
Mina Ahadi im Gespräch mit Susanne Fritz (Deutschlandfunk, Tag für Tag)

Hat der Artikel Ihnen gefallen? Dann sagen Sie es weiter