05. Januar 2019

Widerstand gegen den „Welt-Hijab-Tag“ ist die Pflicht von uns allen!

Im Jahr 2013 hat eine aus Bangladesch stammende und seit ihrem 11. Lebensjahr in den USA lebende muslimische Frau namens Nazma Khan den ersten Februar zum „Welt-Hijab-Tag“ ausgerufen. Islamische Organisationen und Staaten sowie Kopftuch tragende Frauen versuchen seither jedes Jahr an diesem Tag durch verschiedene Aktionen und Veranstaltungen, Frauen zu ermutigen, den Hijab (islamische Verschleierung) anzunehmen und eine Art internationale Solidarität für den Hijab ins Leben zu rufen.

Hijab bedeutet, dass sich Frauen, minderjährige Mädchen und sogar Kinder bis ans Ende ihres Lebens verstecken müssen und damit also einem ihrer menschlichen Grundrechte beraubt werden sollen.
Nach islamischer Vorschrift sollen Frauen sich durch Kopftuch und ganze Körperbedeckung verstecken, um die öffentliche Ordnung nicht zu stören. Das heißt, damit die Männer nicht erregt werden, sollen sich Frauen mit dem Hijab verhüllen. Das bedeutet eine ständige große Einschränkung für Frauen und zeigt die rechtlose Position der Frauen in islamisch beherrschten Gesellschaften. Indirekt ist es eine Beleidigung für die kultivierten modernen Männer in der Gesellschaft, die sich nach islamischer Ideologie nicht beherrschen können, wenn sie eine unverschleierte Frau sehen sollten. Andersrum für die muslimische Männer bedeutet es, dass sie die Frauen missachten, misshandeln und vergewaltigen dürfen, wenn sie sich nicht nach islamischen Gesetzen verhüllt haben. Das ist eine reaktionäre und 1400 Jahre alte barbarische religiöse Ideologie, welche wir im 21 Jahrhundert erleben und ertragen müssen!

Seit etwa 40 Jahren mit dem Erstarken der islamischen Bewegung und der Machtergreifung des politischen Islams in Iran und der Verbreitung der islamischen Macht in der Region, wird der Hijab mit Brutalität und Gewalt, mit Peitschenhieben, Gefängnisstrafen und Steinigung durchgesetzt. Der Hijab ist als effektives Instrument für Gewalt gegen die Gesellschaft und als Banner des politischen Islams den Frauen aufgezwungen worden. Und wenn wir heute selbst in New York, London und Berlin immer mehr 3-jährige Mädchen mit Hijab sehen, dann ist es wegen dieser islamischen Bewegung die sich immer mehr in westlichen Ländern verbreitet. Der kulturelle Relativismus und die falsche Toleranz im Westen hat zur Durchsetzung des (politischen) Islams im Westen sehr beigetragen.

Es ist beschämend, dass einige Frauen und Feministinnen in Europa, USA oder Kanada bei diesen frauenfeindlichen Projekten der Saudi-Arabischen Regierung oder des islamischen Regimes im Iran mitmachen und im Namen der Solidarität mit „unterdrückten“ Frauen einen Hijab tragen. Dadurch verharmlosen sie die islamische Gewalt in den Ländern, wie im Iran und Saudi-Arabien oder die Brutalität und die Barbarei der Taliban und des IS gegen die Frauen.

Es ist beschämend, dass während im Iran oder Saudi-Arabien Millionen von Frauen den Hijab, dieses frauenverachtende Symbol, diesen historischen Schandfleck der Menschheit, wegwerfen und mutig für ihre Freiheit und gegen die islamische Gesetze auf die Straße gehen, im Westen sich einige mit einer barbarischen Bewegung solidarisch erklären, um angeblich gegen Rassismus Position zu beziehen.

Man kann sehr wohl gleichzeitig gegen beide menschenverachtenden Bewegungen, gegen Islamismus und gegen Rassismus sein und sich für Menschlichkeit, Geschlechtergleichheit, Kleidungsfreiheit und für Frauenrechte einsetzen. Gerade um Rassismus und rechte Kräfte zu bekämpfen, muss man die Rechte und die Menschenwürde der Frauen, die fortschrittliche Kultur, Kleidungsfreiheit und die universellen Menschenrechte verteidigen und nicht die islamische Reaktion, Hijab, Frauenfeindlichkeit und Frauensklaverei!

Wir wollen am 1. Februar weltweit aufstehen und ein Zeichen gegen den „Welt-Hijab-Tag“ setzen.

Wir wollen die mutigen „Frauen der Revolutionsstraße“ im Iran verteidigen, die ihren Hijab öffentlich abgelegt haben und Frauen in Saudi-Arabien unterstützen, die jetzt mit dem Hashtag «Hijab unter meinen Füßen» gegen diesen Aufruf von Nazma Khan in Aktion treten. Wir wollen weltweit für die Frauen Meetings und Solidaritätsveranstaltungen organisieren, die in den so genannten islamischen Ländern gegen Kopftuch und Unterdrückung kämpfen.
Die Bewegung gegen den Hijab ist eine weltweite Bewegung.

Schließt Euch dieser weltweiten Bewegung an!

Wir wollen mit verschiedenen Aktivitäten allen Menschen weltweit zeigen, dass wir für eine moderne und emanzipatorische Kultur sind, nicht für die reaktionäre und frauenfeindliche islamische Kultur!

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